Display-Schäden richtig erkennen
Bevor du irgendetwas auf dein Display aufträgst, sollte klar sein, womit du es zu tun hast. Kratzer, Haarrisse und Folienschäden sehen auf den ersten Blick ähnlich aus — erfordern aber völlig unterschiedliche Lösungen.
Drei Tests in unter zwei Minuten
- Fingernagel-Test: Nagel quer über die Stelle ziehen. Hängt er nicht, ist der Kratzer fein bis mittel.
- Licht-Test: Display ausschalten und schräg gegen eine helle Lampe halten — so zeigen sich alle Kratzer.
- Kanten-Test: Verläuft die Linie bis in den Displayrand oder über die Ecke, ist es meist ein Riss und kein Kratzer.
- Folien-Test: Vorsichtig eine Ecke der Schutzfolie anheben. Verschwindet die Linie, war nur die Folie beschädigt.
Die Schadensarten im Überblick
1. Feine Mikrokratzer
Nur bei Sonnenlicht oder gegen eine Lampe sichtbar, spürbar sind sie nicht. Ursache sind Sand und Staub in Tasche oder Hosentasche. Lösung: optisch auffüllen — das Ergebnis ist in der Regel vollständig unsichtbar.
2. Mitteltiefe Kratzer
Der Fingernagel bleibt leicht hängen, die Linie ist auch bei eingeschaltetem Display erkennbar. Meist durch Schlüssel oder Steinchen entstanden. Lösung: optisch auffüllen — der Kratzer wird stark abgeschwächt bis unsichtbar.
3. Haarriss
Eine sehr dünne Linie, die häufig von einer Ecke oder vom Rand ausgeht und leicht verzweigt. Sie ist ein struktureller Schaden. Lösung: Displayglas tauschen; das Auffüllen ist hier nicht vorgesehen.
4. Sprung oder Splitterbild
Deutlich sichtbares Bruchmuster, oft mit scharfen Kanten. Lösung: Werkstatt. Nicht weiterbenutzen, wenn Glassplitter lose sind.
5. Panelschaden
Farbstreifen, dunkle Flecken, Pixelfehler oder ausfallender Touch. Das Glas kann dabei völlig intakt sein. Lösung: Reparatur — hier hilft kein Eingriff an der Oberfläche.
6. Beschädigte Schutzfolie
Kratzer, Absplitterungen an der Kante oder eine milchige Fläche in der Folie. Lösung: Folie tauschen — das Display darunter ist meistens makellos.
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